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Der UNGARISCHE RESTAURATOREN VERBAND ist eine fachliche Vereinigung und Interessenvertretung der im Schutze des kulturellen Wohls wirkenden Diplomrestauratoren. Der Gerichtshof unserer Hauptstadt hat 1992 den Verband auf der Grundlage des 1989, 11. Jahresgesetzes § 15, Absatz (1) mit der Ordnungszahl Nr. 4427 unter dem Namen UNGARISCHE RESTAURATOREN KAMMER in den Gesellschaftsorganisationen registriert. Der Organisation wurde jedoch vorgeschrieben ihren Namen, aufgrund des über die Wirtschaftskammern lautenden 1994-er XVI. Gesetzes § 79, Absatz (1), zu ändern. Ihr neuer Name ist seit März 1997 Ungarischer Restauratorenverband und seit 1998 eine gemeinnützige Organisation.

DIE TÄTIGKEIT des Verbandes wird bestimmt, durch die in der Ausübung dieses Berufes herausgebildeten Lage, der öffentlich anerkannten Richtungsprinzipien hiesiger und internationaler Fachvereinigungen und der ungarischen Gesetzlichen Lage. Seine Ambitionen liegen in der praktischen, wissenschaftlichen und kulturellen Entwicklung und Unterstützung des restauratorischen Fachgebietes. Sein Hauptziel ist die Förderung und Betreibung der Schulung auf hohem Niveau und die of? zielle Anerkennung des hohe ethische Vorraussetzungen entsprechenden fachlichen Ranges. Der Verband hat seine Grundregeln erschaffen und veröffentlicht ständig die Namensliste ihrer Mitglieder, ihren Fachgebieten entsprechend, die Chancengleichheit zwischen den Ausübern des Faches und jenen welche diese Leistung beanspruchen sichernd. Der Verein zählt etwa 400 Restauratoren als Mitglieder, welche die Achtung und Erhaltung des Kulturellen Erbes in jedem ihrer Fachgebiete als Grundsatz anerkennen, die Bewahrung, Untersuchung, Dokumentation, die Durchführung verschiedener Behandlungen sowie die Schulung und fachlichen Ratschläge miteingenommen.

DIE RESTAURATION ist im Gegensatz zu den meisten berufsmäßig ausgeübten Tätigkeiten, heute noch kein gesetzmäßig geschütztes Fachgebiet. Das kulturelle Gut darf nicht nur jener behandeln welcher als Restaurator ausgebildet wurde und dies auch entsprechend beweisen kann, eher ist die Lage so, daß jeder restaurieren darf, und infolgedessen den Titel eines Restaurators benutzen kann. Diese Praxis kann in der Substanz des kulturellen Gutes unschätzbare Schäden verursachen. Das Kulturelle Erbe ergibt sich aus Objekten, bildlichen und geschriebenen Andenken, künstlerischen Schöpfungen und Sammlungen, welche unersätzliche kulturgeschichtliche Werte darstellen. Der Dokumentationswert dieser Objekte stellt einen Ausgangspunkt in den Gebieten derKunstgeschichte, Archäologie, Ethnographie und anderen Forschungsgebieten wissenschaftlicher Fächer dar, daher ist es besonders wichtig dessen Originalität und Echtheit für unsere nächsten Generationen zu bewahren und zu vererben.

Um DAS KULTURELLE GUT wirkungsvoll zu schützen, drängt der Verband seit seiner Gründung, den rechtlichen Status der restauratorischen Tätigkeit zu de? nieren und gesetzmäßig anzuerkennen. Er bestimmt seine Vorraussetzungen der Bildung und seinen Kodex der Ethik, um durch die allgemein anerkannten Grundsätze die Ausübung der restauratorischen Berufung eine geschützte Tätigkeit werden zu lassen. In der Durchführung unseres Zieles ist es eine große Hilfe, daß das Parlament am 19. Juni 2001 das Gesetz des kulturellen Erbschutzes angenommen hat, welches bereits über jedes Element des kulturellen Erbes einheitlich verfügt: der Archeologie, des Denkmalschutzes und des Schutzes der Kunstgüter. Den 16/2001.(X.18.) NKÖM Gesetzeserlass über die Vollstreckung und die Bestimmungen über die Vorgehungsweise des Amtes für kulturellen Erbschutz, verrichten fachgemäß das Genehmigungsverfahren der Restaurierung. So ist es heute ein Erforderniss zur Ausübung dieser Tätigkeit die Berechtigung zu beweisen.

DER GRUNDSATZ DES VERBANDES stellt strenge Aufnahmebedingungen fest, mit welchen es sich von Pfuschern, Gelegenheitsrestauratoren, aber auch von Übertreibungen der auftretenden technischen,- und industriellen Wirkungsbereiche im Raum der Konservierung und Restaurierung abgrenzt. Falls der Bewerber die Grundsätze des Ethischen Kodex der Restauratoren akzeptiert und bestätigt, daß er seinen Beruf persöhnlich und fachgemäß ausübt, genug Schulung bzw. Fähigkeit besitzt, so ist seiner Registration nichts im Wege. Solch eine Bildung representiert in erster Hinsicht das Institut der Restauratorenbildung an der ungarischen Universität für Bildende Kunst, oder dessen Rechtsvorgänger, bzw. dementprechendes, an Lehrstühlen ausländischer Institute erworbene Restauratorendiplom. Aufnahme können weiterhin solche Fachpersonen gewinnen, welche in der Schulung sowie Forschung in Sachen Restaurierung aktiv mitwirken. Die Mitgliedschaft wird in vier Fachsektionen registriert, jedoch kann das Mitglied seiner Schulung und seinem Tätigkeitsgebiet entsprechend, in einem oder mehreren fachlichen Sektionen vertreten sein.

Die ZIELSETZUNG UNSERES VERBANDES ist, den Charakter dieses Berufes, der auf den Grundsätzen der Kunst und des Handwerkertums, der Philosophie und den Naturwissenschaften beruht so zu de? nieren, daß er von verwandten Tätigkeiten getrennt werden kann.

Unsere KULTURELLEN GÜTER authentisch zu bewahren, zu untersuchen, zu konservieren, zu restaurieren und die Vorgänge zu dokumentieren ist eine zusammengesetzte, wissenschaftlich bestimmte, methodisch ausgearbeitete, hohe ethische Vorraussetzungen erfüllende, verantwortungsbewusste Aufgabe. Die im Schutze des Kunstwerkes tätigen, in der Universität zu selbstständiger Arbeit geschulten Restauratoren, verp? ichten sich daher einer Verantwortung gegenüber der Behandlung und Bewahrung der Kunstgüter. Die Durchsetzung der geschichtlichen und naturwissenschaftlichen Standpunkte, der Anspruch die Authentität zu bewahren, die Planung und Durchsetzung der Behandlungen setzen solch eine Verantwortung an den Restaurator, die er alleine nicht tragen darf. Daher muß er seine Tätigkeit offen ausüben: im gesammten Arbeitsverlauf die Mitwirkung von Restauratoren und weiteren Fachpersonen - Historikern, Museologen, Archäologen, Ethnographen, naturwissenschaftlichen Spezialisten usw. - beanspruchen und anerkennen.

DIE ZUSAMMENARBEIT muß den Belang des Kulturellen Gutes dienen, daher ist das unter,- und überordnende Verhalten ausgeschlossen. Die Mitwirkenden der Restaurierung schulden nicht nur dem Auftraggeber, sondern auch der Öffentlichkeit geteilte Verantwortung, welche auf gegenseitigem Vertrauen und beiderseitiger Achtung beruht und durch verantwortungsbewussten Meinungsaustausch in die Tat umgesetzt werden kann. Die Tätigkeit der Beteiligten einer Restaurierung dient nicht zuletzt dem Ziel, zum Wohle der Öffentlichkeit das Kulturelle Erbe zu bewahren, authentisch zu presentieren, und auch das Recht der Gesellschaft anzuerkennen, diese auf entsprechende Art und mit entsprechender Achtung zu Verwenden.

DIE ZEITGEMÄßE RESTAURIERUNG stützt sich auf die Untersuchungsergebnisse des zu behandelnden Kulturellen Gutes und somit auf die damit zusammenhängenden Analysen, Beobachtungen, seine jeweiligen geschichtlichen Epochen, auf sein materielles Wesen (darin beinhaltend auch die geschichtlichen Aspekte der verwendeten Materialien), auf die Alterung und auf die Beschädigung. Diese müssen in den Gründen der Beschädigung aufgeführt und ausgewertet werden. Nur so kann die ausgeführte Behandlung dessen physische Einheit bewahren und ihrer Bedeutung zugänglich gemacht werden. Diese Art der Annäherung steigert die Bereitschaft des Restaurators, die im Kunstgut versteckte Information zu deuten, wodurch neue Erkenntnisse gewonnen werden.

Unser BELANGEN ist, daß die im Schutze des Kulturellen Erbes Mitwirkenden, ihre Tätigkeit anerkannten Prinzipien einordnen. Somit würden sich die Inhaber des Kunstgutes, die im Kunst,- und Denkmalschutz interessierten Fachspezialisten und selbst die Restauratoren zu einheitlichem Verhalten verbürgen. Der Restauratorkodex der Ethik fasst die Erwartungen gegenüber dem Restaurator zusammen. Das Ziel des Kodex ist, jene Prinzipien zu veröffentlichen, welche den praktisierenden Fachpersonen im Treffen richtiger Entscheidungen helfen und den Inhabern bzw. Auftraggebern versichern, daß die Restauratoren jene Verantwortung die mit ihrer Berufung verbunden ist, übernehmen.

Szentkirályi Miklós, Vorsitzender